10. REISE NACH BENIN vom 27.12.2009 - 9.1.2010
 

Mit 92kg Schulmaterial im Gepäck machten sich Brigitte und Josef Elsener heuer schon zum 10. Mal in den westafrikanischen Staat Benin auf, um das Schulprojekt SASIA (support a school in Africa) zusammen mit der NGO NEGO-Com von Dr. Sovoessi vor Ort voranzutreiben. Das Projekt ist seit den Anfängen im Jahre 2001 vielschichtiger geworden. Aus den vorerst punktuellen Unterstützungen ist ein beachtliches Projekt zur nachhaltigen Entwicklung im Bereich der Bildung in Benin geworden:

 

-         u.a. wird für 50 Waisenkinder der regelmäßige Schulbesuch ermöglicht

-         9 Frauengruppen mit insgesamt über 250 Teilnehmerinnen können neben einem Alphabetisierungskurs noch eine parallel dazu stattfindende Ausbildung (Seifenherstellung, Konservierung von Tomaten, Fruchtsäfte) genießen, wobei die Frauen, welche diese Ausbildung bereits absolviert haben, bereits als Multiplikatoren dienen.

-         Über 700 Jugendliche kamen bis zum heutigen Datum in den Genuss der Aufklärungskampagne bezüglich Aids, Polygamie und Mädchenbeschneidung

-         Einer Taubstummenschule wurde in Cotonou große Freude mit Schulmaterialien und Kuscheltieren bereitet

-         Die vor zwei Jahren gegründete Jugendfußballmannschaft gewann ein Turnier in Porto Novo

-         Als Höhepunkt konnte das Ausbildungszentrum La Lumière eingeweiht werden. Die ersten Seminare konnten bereits stattfinden

 

Ein weiteres, neues Projekt wurde heuer lanciert: Der Schutz der Kinder an den informellen Tankstellen. Diese müssen nämlich ungeschützt mithelfen, die Tanks der Kraftfahrzeuge zu befüllen. Herausrinnendes Benzin, das über die ungeschützte Haut rinnt, schädigt diese. Schädliche Dämpfe, die sie einatmen, haben verheerende Folgen für den gesamten Organismus. Die ersten wichtigen Schritte zur Sensibilisierung der Verantwortlichen dieser Tankstellen wurden während dieser Reise bereits gesetzt. Das Ziel soll sein, die Kinder in unserem Ausbildungszentrum zu schützen und ihnen gleichzeitig eine Bildung zukommen zu lassen (siehe auch:

http://www.planetlife.tv/b96,1,1776,weihnachten_vs._westafrika_waisen_und_benzinkinder.html

http://www.planetlife.tv/blog-sonja-391-1-Weihnachten_in_Afrika_EIN_BRIEF_an_Freunde..html)

 

Im Waisenhaus ONDAM, das von einer katholischen Schwester (selbst ein Flüchtling aus Ruanda) betreut wird, mussten wir, wie jedes Jahr, wieder die unglaublichen Geschichten von weggelegten Kindern anhören. Eines wurde im Busch von Militäreinheiten gefunden und sofort in dieses Waisenhaus gebracht. Ihnen galt unsere Aufmerksamkeit ganz besonders. Dabei waren Plüschtiere der Hit, da sie eigentlich nichts haben, was sie drücken und lieb haben könnten.

 

Alles in Allem sind wir in unserem Projekt wieder bestätigt worden. Es gibt immer einen Hoffnungsschimmer für Afrika. Man muss nur von dem überzeugt sein, was man selber tut.

 
 
 

 

 

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