Modelleisenbahn Phase "Spur N" (2003-2004) |
zurück zur Vorgeschichte mit Trix Express bzw. zur Virtuellen Eisenbahn
Frühjahr 2003: Die wiedererweckte Eisenbahneritis
Im Frühjahr 2003 verdichten sich die Anzeichen der Wiederkehr der "Eisenbahneritis": Überlgungen beginnen, ob ich mich einem Verein anschließen soll, der nach Modulnormen baut oder nur eigene Module oder gar der Umstieg auf Spur N? Zu Ostern lasse ich mir vom Osterhasen eine Start-Packung von Fleischmann "piccolo" schenken ....
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12. April 2003:
Ich habe vor einigen Tagen bei einem Internet-Händler bestellt: Das Duo-Starter-Set (mit zwei Zügen) und das Starter-Set des Jahres 2002 (beides von Fleischmann). Damit habe ich 3 Züge und zwei Trafos (wichtig, damit ich und Christabel gleichzeitig spielen können). Das Paket ist dann vor einigen Tagen angekommen. Gestern spät abend habe ich es erstmals aufgestellt. (Leider hat sich die Dampflok aus dem Duo-Set nicht dazu überreden lassen, auch wirklich zu fahren. Aber immerhin haben wir 2 Züge) Christabel war sehr überrascht, als sie den Frühstückstisch so vor fand... |
13. April 2003:
Der Gleisplan wurde erarbeitet. Ziel ist eine "Mini-Anlage" ( 120 x 100 cm ), auf der auch wirklich gefahren (gespielt) werden kann: Mit einer doppelgleisigen Hauptstecke und einer Nebenstrecke, die auf der einen Seite zu einem Bergbahnhof, auf der anderen Seite zu einem Betriebswerk führt.
Darunter ist nun eine zweite Anlage (in gleicher Größe) geplant. Wenn mit der "Doppel-Anlage" gespielt wird, werden die beiden Anlagen wie Segemente verbunden. Den Übergang bildet eine eingleisige Strecke. Die untere Anlage kann dann zu einem Schattenbahnhof ausgebaut werden, der in diesem Fall nicht unter, sondern hinter der Anlage ist.
Das ganze bietet dann auch die Möglichkeit, Module zu bauen und zwischen die beiden Anlagen zu montieren. Aber das liegt noch in fernerer Zukunft.....
7.-9. Juni 2003 (Pfingsten): Der Unterbau entsteht.
Der Gleisplan wurde nun noch in einigen Punkten geändert: Erstens wird das ganze spiegelverkehrt sein, d.h. das BW rechts und die Bergauffahrt links, zweitens wird die Bergauffahrt in einer Wendel geführt werden. Und der Grundriss ist 150 x 100 cm.
Aber mit diesen Änderungen geht es am Pfingstwochenende zum Bau des Unterbaus. Ein Rahmen aus 9.5 mm x 2.7 mm breiten gehobelten Latten mit drei inneren Querlatten bildet die Basis, auf der eine 4 mm Sperrholzplatte aufgeschraubt wird. Die Gleiswendel wird wirkt ausgeschnitten, sodass die Grundebene und der erste Teil der Steigung aus einer einzigen Platte bestehen.
2 Wochen später wird dann mit den restlichen Teilen der Latten und einer weiteren 4 mm Sperrholzplatte die "Hochebene" erzeugt, die somit 10 cm über der Basis-Ebene liegt. |
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28. Juni 2003
Besuch bei der Ausstellung der großen Spur-N Modulanlage des AMC (Wien) in Neulengbach.Ich lerne interessante Leute kennen und erfahre einiges über Modulbau.
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Urlaubswoche 7.-12. Juli 2003: Die Gleiswendel
In meiner ersten Urlaubswoche in diesem Jahr waren meine Schwiegereltern da, die beide begeisterte Golfer sind. Das war damit auch für mich die Chance (und Herausforderung) und bedeutete 4 mal in einer Woche auf den Golfplatz (3x Feldkirchen, 1x St. Florian). Doch dazwischen waren Ruhetage notwendig - und in diesen entstand nun die Gleiswendel. Dafür setzte ich auch Idee ein, die ich auf einer der vielen Webseiten gefunden habe, die ich in den letzten Monaten besucht habe, nämlich die Verwendung von Gewindestangen mit Muttern. man kann damit die Höhen und somit die Steigung wunderbar stufenlos regulieren. Dutzende Fahrversuche brachten dann auch ein wunderbares Ergebnis. Tipp: Einfach einen Waggon auf die Steigung stellen (immer wieder an andere Stellen) und durch leichtes Antippen zum Abrollen bringen. Man sieht dabei sehr genau, wo es zu steil oder zu flach ist. |
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Die Gleise sind nun fix verlegt, die Bahnhöfe haben Namen bekommen: "Bahnhof Ettingen" ist der viergleisige Bahnhof im Vordergrund, "Schorndorf" ist der Bergbahnhof, "Kaltenberg" die Haltestelle auf halber Berghöhe
Die Brücke wird gebaut und die ersten Geländeelemente und Häuser werden aufgestellt:
Nach der Verlegung der Gleise beginnt die Elektrifizierung und die Planung von automatisierbaren Teilbereichen. Dazu noch einmal der Gleisplan (jeweils das Bild anklicken zum Vergrößern):
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Bild 1 zeigt den "sichtbaren" Teil der Anlage: Einen 4-gleisigen Bahnhof "Ettingen" imVordergrund, ein BW rechts und die Bergstrecke mit einem Haltepunkt "Kaltenberg" auf halber Höhe und dem kleinen Bahnhof "Schorndorf" mit Abstellgleis |
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Bild 2 zeigt die Ebene 0: Neben dem 4-gleisigen Bahnhof im Vordergrund und dem BW ist nun auch zu sehen, dass sich im Berg ein kleiner "Schattenbahnhof" verbirgt. d.h. jedes der beiden Gleisovale im Berg ein Ausweichgleis besitzt. Weiters sind die Anschlussgleise für ein Modulsystem deutlich zu sehen, die sich normalerweise auch im Berg verstecken. |
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Bild 3 zeigt die "Bergstrecke": Die "lange" Gleiswendel innerhalb des Berges ermöglicht längere Fahrzeiten und den Haltepukt auf halber Höhe. Nach dem "Bergbahnhof" verschwindet das Gleis wieder im Berg, wo es allerdings endet. |
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Folgende Fahrmöglichkeiten sind somit möglich:
1.) Fahrt auf dem Außenkreis: Durch das Ausweichgleis im vorderen Bahnhof und das Ausweichgleis im Berg könnten hier bis zu 3 Züge abwechselnd fahren: Beispiel: Auf Gleis 3 und 4 im Bahnhof "Ettingen" stehen ein Eilzug (E-Lok) und ein Güterzug (Diesellok), im Gleis 4 im Berg steht ein Personenzug (Dampflok). Der Eilzug fährt nun los, erreicht Gleis 3 im Berg, schaltet dort durch die die Weichen im Berg und damit sein eigenes Gleis 3 aus, das Gleis 4 an, der Personenzug fährt los und fährt im Bahnhof Ettlingen auf Gleis 3. Hier schaltet er wieder (durch Schalten der Weichen) sein eigenes Gleis ab und damit Gleis 4 ein. Der Güterzug fährt los, fährt auf Gleis 4 im Berg, schaltet dort Gleis 4 ab und Gleis 3 ein, der Eilzug fährt wieder los und fährt auf Gleis 4 ein. Somit haben wir die gleichen Gleise besetzt wie bei der Ausgangssituation, jedoch stehen die Züge auf anderen Gleisen
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| 2.) Fahrt auf dem Innenkreis: Auf dem Innenkreis ist nur im Berg eine Ausweichstelle, nicht im Bahnhof "Ettingen". Somit ist "nur" der Einsatz von zwei Zügen gleichzeitig möglich. |
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3.) Fahrt auf den Berg: Abgesehen davon, dass auf dem Berg eine Pendelstrecke mit Haltepunkt in "Kaltenberg" möglich ist, gibt es noch folgende Varianten: 3a) Fahrt mit zwei Zügen abwechselnd: Auch hier könnte ein Zug, der in "Schorndorf" auf Gleis 1 ankommt, das Gleis 2 freigeben, sodass der dort stehende Zug nach "Ettingen" zurückfährt und dann wieder nach "Schorndorf" kommt und wieder Gleis 1 freigibt, also ein abwechselndes Pendeln. 3b) Dieses abwechselnde Pendeln könnte so ausgedehnt werden, dass ein Zug nicht in "Schorndorf" stehen bleibt, sonden in den Berg weiterfährt, dort stehenbleibt und den in "Schorndorf" wartenden Zug freie Fahrt gibt. |
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4.) Rangierbewegungen: Eh klar. Das Betriebswerk kann - eventuell in Verbindug mit den Gleisen 1 und 2 im Bahnhof Ettingen - in einem separaten Stromkreis betrieben werden. |
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| 5.) Nutzung als Umkehr- und Schattenbahnhof für Module: |
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Das war von Anfang an die Grundidee. Ich möchte nämlich gerne Module bauen von kleinen und feinen Geländeausschnitten, von einem Schotterwerk, von der Rhein-Strecke, vielleicht auch von einem Markt an der Donau (!). Um diese aber auch befahren zu können ist mindestens ein Wendekreis notwendig. Die nun im Bau befindliche Anlage soll diese Funktion übernehmen und auch als Schattenbahnhof dienen. Daher die Weichen im Außenkreis zu den Anschlußstücken am hinteren Anlagenrand. |
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Jänner 2004:
Bei meiner alten H0-Anlage habe ich Spur-N-Häuser im Hintergrund verwendet. Die habe ich nun ausgegraben und einige Häuser bei ebay dazugekauft. Nun steht die Stadt. Das Pflaster für den Fußgängerbereich, die Stützmauer und eine Plakatwand habe ich mit dem Computer erstellt. Die Plakate (aus dern 50-er und 60-er Jahren) habe ich im Internet zusammengesucht. Die Druckvorlagen stelle ich zum Download zur Verfügung:

März 2004:
Die N-Anlage wird auf Beine gestellt. Es ist platzsparend, der Blick der Zuseher ist nicht mehr aus der Vogelperspektive, sondern "wie im richtigen Leben" und vor allem ist das Arbeiten darunter vieeel weniger anstrengend.
Daher ist es nun auch leichter, die Weichenantriebe einzubauen und anzuschließen. Vorerst erhalten die Bogenweichen im hinteren Teil (Schattenbahnhof) elektrische Antriebe. Somit kann ein Zug im Berg "geparkt" und per Weichenstellen raus geholt werden.
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