Interkulturelles Friedensfest am 20. Juni 2009

Beim interkulturellen Friedensfest konnten wir dieses Mal interessante Friedensprojekte aus aller Welt kennen lernen:

 

Karin Ludwig und Bogdan Pammer aus Steyr stellten den Nahostkoffer vor. Eine Gruppe von 10 Jugendlichen aus Steyr und Umgebung war 2008 in Israel und Palestina, lebte und spache dort mit Jugendlichen, fing Texte, Bilder und sogar Düfte aus dieser Gegend ein und stellte das in einem Koffer zusammen, der an Schulen oder andere Jugendorganisationen verborgt wird, damit die Situation im Nahen Osten "begreif"-bar wird.

Ebenfalls aus Steyr kam Sarah Pallauf, die über ihr Jahr in einem Litauischen Kinderheim berichtete, das sie im Rahmen des Europäischen Freiwilligendienstes leistete.

Ernst Hauseder aus Gmunden präsentierte das Projekt "Manuelle Trinkwasseraufbereitung für Entwicklungländer", das er mit einer HTL in Wels gemeinsam betreibt. Die Schüler der HTL Wels konnten damit beim Wettbewerb "Schule und Innovation" mehrere Preise erreichen.

Arno Fischbacher aus Salzburg arbeitet seit einigen Jahren mit einem peruanischen Curandero zusammen, dessen Anliegen es ist, peruanische vom Aussterben bedrohte Heilpflanzen wie den Ojé-Baum wieder stärker zu verbreiten.

Reinier und Szilvia van Gerrevink aus Perlesreut (Bayern) demonstrierten an Hand eines Puzzles, wie wichtig es ist, dass jeder seinen persönlichen Platz im Leben findet. Dieses "Puzzlespiel" war ein kleines Beispiel aus ihrem Projekt "Wertecamp", bei dem sie Jugendlichen helfen, ihren Platz im Leben zu finden.

Günter Peham (Prambachkirchen, OÖ) stellte sein Projekt "Wertevoll Leben" vor.

Tanzeinlagen kamen von zwei Tänzerinnen aus Thailand und der WAIT-Tanzgruppe aus Linz. Kaffeespezialitäten, Kuchen und alkoholfreie Cocktails wurden von Jugendlichen zubereitet, der Erlös geht an das Peace Dream Projekt

Zum Abschluss berichtete Paul Ettl über Aktivitäten der UPF (Föderation für Weltfrieden) unter anderem mit einem ganz aktuellen Video vom World Summit in New York Ende Mai 2009.

 

 

„Lederhose und Kimono“
Interkultureller Familientag in Linz
Mit Buchpräsentation „Erziehung ist (k)ein Kinderspiel“

Unter dem Titel „Lederhose und Kimono“ berichteten interkulturelle Ehepaare am  Samstag, 29.11.2008 beim interkulturellen Familientag in Linz ihre Erfahrungen. Wie wichtig das zweisprachige Aufwachsen der Kinder ist, um mit allen Großeltern, Onkel, Tanten und Cousins und Cousinen kommunizieren zu können, wie Essgewohnheiten und Höflichkeitsformen beider Kulturen in das Familienleben einfließen (müssen) und welche Erfahrungen und Lernprozesse auch die Schwiegereltern durchgehen mussten. Dass – gerade in ländlich-katholischen Gegenden – die unterschiedlichen religiösen Anschauungen dabei eine wichtige Rolle spielen, mussten diese Paare auch erleben.

Über 70 Teilnehmer aus 12 Nationen, darunter viele interkulturelle Ehepaare (Österr./Japan, Österr. Philipinnen, Ägypten/Österr., Österr./Belgien, Österr./Finnland, Österr. /Frankreich, etc.) trafen sich beim diesem interkulturellen Familientag, der von der „Interreligiösen und internationalen Föderation für Weltfrieden“, einer NGO in Special Consultative Status mit dem  Economic and Social Council der Vereinten Nationen, organisiert wurde.

Am Vormittag brachte Dr. Walter Baar (Familienpolitischer Berater im öst. Parlament und in diversen europäischen Institutionen) den Zuhörern sehr drastisch dar, wie sich die Entwicklung der Bevölkerung nicht nur in Europa, sondern auch weltweit in den nächsten Jahren ändern wird und welche Folgen sich daraus für uns alle und besonders auch für unser Pensionssystem ergeben werden.

Eine Bezirksschulinspektorin und eine Religionslehrerin zeigten in vielen Fallbeispielen auf, welche Herausforderungen und Chancen die Migration für Lehrer und für das Erziehungssystem darstellt.

Am Nachmittag sprach Mag. Maria Neuberger-Schmidt von der „Elternwerkstatt“ über „Traditionelle Familie – Patchwork Familie – Interkulturelle Familie“ und stellte dann auch ihr gerade neu erschienenes Buch „Erziehung ist (k)ein Kinderspiel“ vor.

Den Abschluss bildete die oben erwähnten Erfahrungsberichte aus interkulturellen Familien. – Ein sehr gelungener Tag, der sicher eine Fortsetzung findet.

 

 

               
   

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