Simon Reitinger

geboren 1783 in Esternberg , wirkte von 1819 bis 1869 als Pfarrer in Aschach, wo er sich große Verdienste um den Markt erwarb.
Große Umbauten erfuhr die Kirche in seiner Zeit. So kam 1844 an der Nordseite, zum Schutz gegen Eisstöße ein Zugebäude, das fünf Jahre später bis zur Höhe des Daches hochgezogen wurde. Im ersten Stock konnte somit ein Oratorium (Betraum) untergebracht werden. Vorher ließ er noch die Kirche ausmalen, deren Gemälde in unserer Zeit im Zuge des Kirchenumbaues 1976/77 übertüncht wurden. Durch all diese Veränderungen entstand aus der vormals schlanken gotischen Kirche ein in seinem Ausmaß breites und behäbiges Gebäude. Erwähnt sei noch sein Einsatz für die Armen, was ihm im Volksmund den Ehrentitel „Armenvater“ einbrachte. Sechs Tage vor seinem 50jährigen Pfarrjubiläum  starb der rührige und beliebte Pfarrer, dem zu Lebzeiten noch die EHRENBÜRGERSCHAFT verliehen worden war.

Quellen: Johann Eggerstorfer, Archivar der Marktgemeinde Aschach, OÖ. Landesarchiv – Dr. Adolf Golker , Werner Promintzer: „Donauvolk und Schiffleutleben…“ 1989, Gemeindearchiv Aschach an der Donau